Handwerk und
Gastronomie
Wertvolle technische Erfahrungen und Kenntnisse verbunden mit einem im Laufe der Jahrhunderte immer raffinierterem Geschmack und Stil machen die Erzeugnisse aus Colle zu wahren Meisterwerken der Arbeit, Küche und des italienischen Kunsthandwerks...
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| Arnolfo di Cambio |
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Der Bildhauer und Architekt Arnolfo di Cambio wurde um 1245 in Colle di Val d’Elsa geboren und verstarb vor 1310 in Florenz. Giorgio Vasari brachte Arnolfo in seinem
Werk “Das Leben der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten” als erster “Glück”.
Er umreißt eine vielseitige Person, welche der Architektur nach den “dunklen” Jahrhunderten des Mittelalters zu neuem Ruhm verhalf. Die erste Dokumentation seines Werkes stammt
von 1266 aus Siena; als Schüler von Nicola Pisano und als Mitarbeiter von Giovanni Lapo Pisano schuf er die Kanzel des Doms.
Man vermutet, dass er von 1265 bis 1267 an dem Sarkophag von S. Domenico in Bologna mitgearbeitet hat.
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Arnolfo kannte die römische Kunst sowie die Kunst des Südens; darauf weist das später zerstörte Grab des Kardinal Annibaldi
(1276) in S. Giovanni in Laterano hin. Es ist ein Paradebeispiel für die römischen Gräber der Gotik, welches das Problem des
Verhältnisses Architektur-Skulptur aufwirft.
1277 und auch 1281, schuf er in Perugia die drei Figuren von Assetati, Reste eines kleinen Brunnens auf der Piazza Maggiore,
ein klarer und eindrucksvoller Naturalismus. Sein Name ist eng mit dem Denkmal des Kardinals De Braye (1282) verbunden,
welches später zerstückelt und schlecht wieder zusammengesetzt wurde. Es befindet sich in der Kirche S. Domenico in Orvieto;
weitere Werke sind die Tabernakel von S. Paolo außerhalb der Stadtmauern (1285) und von S. Cecilia in Trastevere (1293) in
Rom; die kleine Gedächtniskirche von Papst Bonifazius IV (1296); im Petersdom des Vatikans zeichnet er sich als “Architector”
aus.
Die noch vorhandenen Figuren in der Fassade von S. Maria del Fiore in Florenz, u.a. eine große Madonna mit Kind und eine
Jungfrau der Christi Geburt (1296-1302) im Museum dell’Opera im Dom von Florenz), lassen in ihrem formalen Aufbau einen
Vergleich mit Giotto zu, der den italienischen Kunststil des Mittelalters erneuert hat.
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Als Architekt erhielt er in Florenz das Projekt von S. Maria del Fiore (1296) sowie Arbeiten in S. Croce; man vermutet, dass er am
Palazzo Vecchio (1299) und an der Fassade der Abtei mitgearbeitet hat.
An diesen Arbeiten erkennt man seine großartige Auffassung des Raumes, weit und deutlich in den einzelnen Strukturen, welche
für die Kunst des 14. Jahrhunderts und der Renaissance wegweisend ist. Arnolfo fand zu Lebzeiten keinen großen Anklang;
erst im 19. Jahrhundert wurde er wahrscheinlich gerade wegen der wenigen vorhandenen Quellen berühmt.
Jetzt wurde er auf verschiedenen Materialen abgebildet. Arnolfo wird sogar in der Oper “Gianni Schicchi” von Giacomo Puccini
(1858-1924) erwähnt; im Textbuch nennt Giovacchino Forzano Arnolfo ein Modellbeispiel für die “neuen Leute im Lande”,
als Paradebeispiel für die neue italienische Kultur.
Die Oper wurde 1918 an der Metropolitan Oper in New York unter Mitwirkung von Galileo Chini (1873-1956) uraufgeführt.
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"Das Genie bringt die Welt, in der es lebt mit seiner Innenwelt in Einklang"
Hugo von Hofmannsthal, Dichter (1874 - 1929)
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