Handwerk und
Gastronomie
Wertvolle technische Erfahrungen und Kenntnisse verbunden mit einem im Laufe der Jahrhunderte immer raffinierterem Geschmack und Stil machen die Erzeugnisse aus Colle zu wahren Meisterwerken der Arbeit, Küche und des italienischen Kunsthandwerks...
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| Das Kristallmuseum |
Via dei Fossi (ex area-Boschi)
Colle di Val d'Elsa (Siena)
tel +39 0577 924.135
fax +39 0577 924.135
email info@cristallo.org
Öffnungszeiten Sommer (Ostern - 31 Oktober):
Von Dienstag bis Sonntag und feirtage 10.00 - 12.00 / 16.00
- 19.30
Montag geschlossen
Öffnungszeiten Winter (1 November - Ostern):
Von Dienstag bis Freitag 15.00 - 19.00
Feirtage und Tag vor dem Feirtag 10.00 - 12.00 / 15.00 - 19.00
Montag geschlossen
Preise:
voll euro 3,00
reduziert euro 2,00
Eine Eintrittskarte für die 3 Museen der Stadt: voll euro 6,00
reduziert euro 4,00
Für Familien mit 3 Personen ist 1 Eintrittskarte gratis.
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| Die Geschichte |
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"...nulla persona possit portare vel vendere ad aliquam fornacem Bicchierorum de lignis silve comunis de colle..."
"...niemand kann einem Brennofen für Gläser Holz aus dem Wald der Gemeinde Colle bringen oder verkaufen..."
Staatsarchiv von Siena, Colle, 78.
Dies ist die am weitesten zurückreichende Information (aus dem Jahr 1331), ein Beweis, dass die Glasproduktion in Colle bereits im 14. Jahrhundert vorhanden war.
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Die moderne Geschichte der Glasindustrie Colles begann 1820 mit dem französischen Glashersteller Francesco Mathis,
der im unteren Stadtteil von Colle di Val d’Elsa, in den Räumen des ehemaligen Agostinerklosters neben der Kirche S.
Agostino eine Kristallfabrik besaß.
Diese Art von Brennofen war in der Toskana einzigartig und unterschied sich von Anfang an durch die Produktion von hochwertigen
Kristallartikeln. Die anderen toskanischen Glashersteller stellten einfache Artikel aus grünem Glas, die mit Stroh verkleidet
wurden, her.
Zu der Fabrik gehörte ein anliegendes Gebäude, in dem die Artikel abgerundet, ausgearbeitet und graviert wurden.
Die in Colle di Val d’Elsa hergestellten Kristallartikel von damals enthielten kein Bleioxyd - der Bestandteil, welcher der Glasmischung seinen Glanz und seine vollkommene Farblosigkeit verleiht -
im Gegensatz zu den Artikeln, die in England und Frankreich hergestellt wurden.
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Mathis verstarb 1832 und der Bayer Giovan Battista Schmid nahm als Direktor der Glashütte
seinen Platz ein, um später der Alleinbesitzer zu werden. Schmid arbeitete vorher in der Glashütte
S.Vivaldo, in der Nähe von Montaione und davor in Altare.
Unter der Führung des willensstarken Schmid erfreute sich die Glashütte von Colle großer Beliebtheit.
Seine Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen, u.a. an der Weltausstellung in Paris 1855, bei der er
die Goldmedaille erhielt, trug zu diesem großen Erfolg bei.
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Giovan Battista Schmid hielt die Zügel der Firma bis zu seinem Tod im Jahre 1885 sicher in beiden Händen.
Gleich nach seinem Tod begannen seine Erben um den Nachlaß zu streiten, was zu einer langzeitigen Instabilität führte.
Erst 1889 wurde dem mit dem Verkauf der Firma an Alfonso Nardi, einem Glasindustriellen aus Empoli, ein Ende gesetzt.
1921 mietete Modesto Boschi auf die dringende Nachfrage der Collebewohner, die nach dem Schließen der Glashütte arbeitslos waren,
Räume und setzte die Brennöfen erneut in Gang.
Gleich nach dem Krieg setzte die Glashütte Boschi alles daran, um die Formel des Bleikristalls zu entwickeln. Die Versuche wurden in der sog. Fabbrichina”, der kleinen Fabrik, unternommen und 1946
gelang es, eine Mischung mit einem Bleioxyd-Gehalt von 15% - 16% zu erhalten.
In Folge großer Investitionen und zahlreicher Experimente in Colle di Val d’Elsa in der Kristallfabrik La Piana im Jahre
1963, fand man die Lösung zur Herstellung von Kristallglas mit einem Bleioxydgehalt von über 24%: dieses Produkt
konnte der Konkurrenz aus England, Frankreich und Belgien dank seines Glanzes und seiner Farblosigkeit standhalten.
Die genannten Länder blicken auf eine jahrhundertelange Tradition in der Herstellung von Bleikristall zurück.
Heute ist das Kristall aus Colle eines der bedeutendsten Erzeugnisse der Stadt. Hier werden 15% der Weltproduktion und mehr als 95% der Kristallherstellung in ganz Italien hergestellt..
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Im Museum können Sie die Geschichte der Kristallherstellung an zahlreichen Funden und Gegenständen aus
öffentlichen und privaten Sammlungen nachvollziehen. Das Museum steht an derselben Stelle wie einst die Glashütte Boschi.
Für weitere Informationen über die Glasherstellung und Geschichte in Colle di Val d’Elsa können Sie die Website der
Genossenschaft des Kristalls in Colle di Val d’Elsa einsehen.
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"Wer Meister einer Kunst geworden ist, kann unbeschadet die Regeln vergessen"
Arturo Graf, Literat und Dichter (1848-1913)
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