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Die Via Francigena
 

Die Via Francigena wieder aufleben lassen Da heute die Verbindungen zwischen Italien und Europa viel leichter, schneller und vielseitig sind, und die alte von Pilgern begangene Strasse in den heutigen Verkehswegen eingeflochten und erweitert worden ist, ist es sehr wichtig die V.F. wieder zum Aufleben zu bringen, und ihr wieder Wichtigkeit und Anerkennung zu geben, die ihr die Europäische gemeinschaft schon schriftlich zugeschrieben hat. Vor allem aber unserem Land einen sehr wichtigen Teil der eigenen Kultur und Geschichte zurückzugeben. Die Schwierigkeiten sind leider vielseitig, denn die Pilgerstrasse Francigena zum Unterschied der Pilgerstrasse von Santiago hat nie eine “Mythologie” gehabt, und hat ihre Identität und starke Tradition verloren.
Die Strasse von Santiago wurde ins Leben gerufen und von einer prezisen Politik unterstützt zur Verteitigung gegen den Islam. Die Via Francigena Pilgerstrasse war nur eine der vielen die nach Rom führte und sich mit anderen verband und noch dazu im Laufe der Jahrhunderte nie von einer genauen politischvereinten Kraft unterstützt wurde.
Will man jetzt wirklich diesem Reiseweg Leben geben, wie es mit dem Weg von Santiago geschehen ist, benötigt es einen konkreten Eingriff, vom Kulturturismus aus wie im Allgemeinen.
Zu diesem Vorschlag, wer zu Fuss oder auf dem Fahrrad reist benötigt vorallem entsprechende Wegzeichen und Strassenkarten, beide bis jetzt nur teilweise vorhanden. Man benötigt ebenfalls Reisewege abseits vom Verkehr sowie Amtliche Bestätigungen, die von unserer Iniziative aus, d.h. die Vereinigung der italienischen Gemeinden zur Via Francigena schon vorbereitet worden sind. Fernen mussen gut organizierte, zu günstigen Preisen Unterkünfte vorhanden sein. Zuletzt sollte wie in der Katetrale von Santiago auch in der Basilika des Vatikans eine Aufnahmestelle vorhanden sein, die specifizierte feierliche Verrichtungen veranstaltet. Nur so wäre es möglich, sowie sich die alten Pilger mutig auf den Weg machten und die Schönheiten unseres Landes mit einem natürlichen und menschlichen Rhytmus weg vom heutigen Trubel erlebten. Und nurso könnte man aus der Via Francigena eine wirkliche Strasse Europas machen.

Die Via Francigena heute

Wer heute die Via Francigena bereist, vielleicht zu Fuss mit natürlichen Rhytmus, der kann oft weniger bekannte Sehenswürdigkeiten entdecken, aber reich an Geschichte und Tradition.
Der moderne Reisende kann noch immer herrliche Monumente finden die noch immer von der Geschichte und Kultur der Pilger spricht. Wie der Dom von Fidenza, im Fries der Via Francigena erbaut; er kann versteckte architektonische Schmuckstücke wie die Romanische Pieve di Bardone, am Fuss des antiken Überganges des Monte Bardone (Cisa) entdecken. Er kann auch die alten Heiligenstätten besuchen und Reliquien bewundern. Die schon seit Jahrhunderte Mengen von Pilgern anzieht, wie z.b. der misteriöse und berühmte "Volto santo" verehrt in der Katetrale von San Martino di Lucca; um wiederum Zeichen einer “weniger” aber bestimmten Frömmigkeit zu finden um die geistige Bewunderung der alten Pilger zu verstehen. Tabernakel, Ex voto, Wegkreuze, fromme Beschriftungen u.s.w. Sowie andere Merkmale, weniger “mühsame” aber nur vom “langsam reisenden” erkennbar auf dem Weg nach Rom . Aber auch wie die Darstellungen des Volto Santo die man vielfach auf den Strassen nach und von Lucca findet. Die wunderschönen “Maestà” (Bildnisse der Muttergottes) in Carrara Marmo von geübten Meistern angefertigt, sowie die frommen Abbildungen auf den Fassaden der Häuser entlang der Strassen der Lunigiana und der Versilia. Die Künstschätze entlang des Reisewegs sind nicht nur “Heiligenstätte”, sondern auch vielfach “weltliche” wie z.b. die römischen Naturbäder von Bagnaccio in der Nähe von Viterbo, oder das mittelalterliche Termalbad von Bagno Vignoni in der Nähe von Siena. Welch herrliche Stärkung! Es ist sogar möglich die antiken unberührten Wege zugehen: z.b. in Castellonchio vor Berceto, in der Nähe des alten Überganges des Monte Bardone; oder in der Toscana, in Galleno, oder im Viterbese in Capranica, wo es noch heute zwischen Nussbäume in Erinnerung verbunden an Karl den Grossen und den “Chanson de geste”. Möglich ist auf der alten Römerstrasse (Via Cassia) im Grünen zu gehen, und sogar in den Gegend von Baccano, in der Nähe von Rom, die Via Cassia in Blumenfeldern zu wandern.
Das alles mit der Natur und Geschichte verbunden eröffnen sich dem Reisenden wie die antiken Bauten, man kann viele von denen entdecken: Getreidesilos, befestigte Brücken, Spitäler, alte Poststationen, Zisternen, Mühlen und alte Herbergen und Gasthöfe.

WEB: www.associazioneviafrancigena.com


"Gott schuf das Land, der Mensch die Stadt."
William Cowper, Dichter (1731-1800)