Handwerk und
Gastronomie
Wertvolle technische Erfahrungen und Kenntnisse verbunden mit einem im Laufe der Jahrhunderte immer raffinierterem Geschmack und Stil machen die Erzeugnisse aus Colle zu wahren Meisterwerken der Arbeit, Küche und des italienischen Kunsthandwerks...
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| Typische Produkte: die Kuchen |
Wer das süße Leben liebt und keine Angst um seine Linie hat, sollte sich die typischen Kuchen aus Colle, einfach und lecker, nicht entgehen lassen.
Die kulinarische Tradition aus aristokratischer und ländlicher Kochkunst hat eine Reihe von Erzeugnissen hervorgebracht, deren Zutaten wie ihr Geschmack oft überraschen.
Am besten trinkt man immer einen ausgezeichneten Vinsanto (Likörwein) der toskanischen Tradition dazu. Die Kuchen passen zu jeder Tageszeit.
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CANTUCCI
Die toskanischen Cantucci oder Kekse aus Prato werden aus einem Teig mit ganzen Mandeln (ca. 20%) und Pinienkernen (ca. 2%) gebacken, dessen lange Teigstücke
schräg klein geschnitten werden. Die Aussenseite dieser Kekse ist krokant und goldgelb. Auf der Schnittseite sieht man die zerschnittenen Mandeln. Der Cantucciniteig ist reich an Mandeln.
Diese Kekse sind trocken und können viel länger als andere Kekse aufbewahrt werden. Ihre Konsistenz eignet sich gut zum Eintauchen in den Vinsanto-Likörwein.
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CASTAGNACCIO
Der Castagnaccio ist ein typisch toskanischer Kuchen aus Kastanienmehl.
Er ist braun und es gibt ihn in verschiedenen Farbnuancen, je nach der Art des verwendeten Kastanienmehls: Er ist nicht sehr hoch, fest, aber weich.
Er muss frisch gegessen werden und hält sich maximal drei Tage lang.
Seit einigen Jahren werden dem Teig Rosinen und Pinienkerne beigemischt. In der Toskana legt man meist noch einige Rosmarinzweige auf den Kuchen.
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CAVALLUCCI
Die Cavallucci sind grobe Kekse mit einer unregelmäßigen und recht großen Form. Ihre Farbe ist weiß, der Teig ist luftig, aber kompakt und groß. Sie schmecken nach Wallnüssen, Anis und kandierten Früchten.
Wasser, Honig und Zucker werden in einem Topf auf kleiner Flamme gemischt und die daraus entstandene Karamelmasse wird mit weißem Mehl zu einem Teig verarbeitet, dann fügt man kandierte Früchte (Orangeat und Zitronat),
Wallnüsse, Honig, Sojamehl, Anis, Koriander und Hefe hinzu. Aus dem Teig formt man lange Stangen mit einem Durchmesser von 2 cm und schneidet diese in Stücke, welche man auf das Backblech legt. Die Backzeit ist ca. 30 Minuten bei 200°C.
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CENCI
Die Cenci sind in Öl ausgebackene, rechteckige Gebäckstückchen.
Ihr Name kommt von ihrer besonderen Form, die, wenn sie fertig gebacken sind, einem Lappen, auf Italienisch cencio oder straccio genannt, ähnelt.
Sie sind goldgelb und knusprig. Meist werden sie mit Puderzucker bestäubt. Sie haben einen süßen Vanillegeschmack. Ein typisches Gebäck zur Faschingszeit im Januar/Februar.
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MIGLIACCIO
Der Migliaccio ist rund und flach wie ein Eierkuchen. Er wird in einer eingefetteten Pfanne ausgebacken; dann wird er mit Puderzucker bestäubt und mit Wallnüssen und den typischen Produkten der sienesischen Kuchentradition garniert.
Der sienesische Migliaccio ist ein üppiges und süßes Omelette aus, man glaubt es kaum, Schweineblut, Eiern, Mehl, Zucker, Fett, Brühe, gehackten Wallnüssen, trockenen Keksen und Kuchen der sienesischen Tradition wie Panforte und Cavallucci.
Meist werden die übrig gebliebenen Kuchen aus der Weihnachtszeit dazu verwendet. Um Weihnachten ist auch die richtige Zeit zum Schweineschlachten.
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PAN CO' SANTI
Der Allerheiligen-Kuchen "Pan co' Santi" ist ein dunkelbraunes, süßliches, rundes Brot mit Wallnüssen und Rosinen. Sein Aroma ist würzig, es ist relativ weich und wiegt ca. ½ Kilo.
Es wird zwischen September und November hergestellt und ist der typische Kuchen für Allerheiligen am 1. November.
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PANFORTE
Das Panforte ist ein runder, niedriger und kompakter Kuchen. Es wird sowohl hell als auch dunkel hergestellt, je nachdem, ob mehr Vanillezucker oder Kakao verwendet wird. Seine
Oberfläche ist unregelmäßig; oft ruht der Kuchen auf einer Oblate. Der Geschmack ist kräftig, würzig und fruchtig nach kandierten Früchten. Er ist nachhaltig und weich am Gaumen.
Weißes Panforte wird folgendermaßen zubereitet: Mehl, Zucker, Orangen und kandierte Früchte, Honig, Vanillezucker und Zimt werden zu einem Teig verarbeitet. Für dunkles Panforte wird an Stelle
des Zitronats kandierte Melone, zudem Honig, Vanillezucker und Zimt verwendet. Das Panforte wird mit der Hand geschnitten; das helle Panforte wird mit Vanillezucker und das dunkle mit Kakao bestreut.
Panforte wird bei 200°C im Ofen gebacken und mit der Hand verpackt.
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RICCIARELLI
Die Ricciarelli sind kleine ovale und längliche Kuchen mit einer einheitlichen Form. Sie schmecken und duften nach Mandelteig und sind sehr süß. Meistens sind
sie recht weich und weiß, denn sie sind mit Puderzucker bestäubt. Die Oberfläche ist leicht rissig und rau. Manche Sorten werden mit Schokolade überzogen.
Nachdem die Mandeln gemahlen wurden, werden sie mit Eiweiß, Honig, Zucker, Backpulver und Aromata vermischt. Die Oberfläche dieser Masse wird mit Puderzucker
bestäubt, nachdem sie in bestimmte Formen gefüllt wurde. Ricciarelli werden 25 Minuten lang im Backofen gebacken. Schokoladen-Ricciarelli werden mit Bitterschokolade überzogen.
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"Warum sind die Menschen keine Kannibalen mehr? Ja, irgendwann ist der Fortschritt auch in der Küche eingekehrt."
Stanislaw Jerzy Lec, Dichter (1909-1966)
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