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| Das Antlitz der Etrusker |
Die Wissenschaftler sind sich bis heute nicht über die Ursprünge des Etruskervolkes einig.
Die ethnischen und sprachlichen Unterschiede zu den anderen Mittelmeervölkern sowie ihre
erschwerte Eingliederung in die Wirtschaft und Kultur anderer benachbarter Völker wie die
Griechen und Phönixer hat das Mysterium um die Etrusker noch bereichert.
Die Geschichte dieser Zivilisation, ihre bedeutende Kultur, die politische,
wirtschaftliche und künstlerische Entwicklung und schließlich der Untergang
gehen auf die Eisenzeit in Europa zwischen dem 9. und 3. Jahrhundert v.Chr. zurück.
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Die Kultur der Etrusker entwickelte sich hauptsächlich in dem
Gebiet der heutigen Toskana und im nördlichen Lazium sowie
in Colle Val d’Elsa. Die ersten Etruskerfunde aus dem archäologischen
Museum Ranuccio Bandinelli stammen aus dem 7. Jh. v. Chr..
Bauern und Feldmesser, später Städtebauer, Metallarbeiter und, nicht
zu vergessen, dank ihrer ausgezeichneten Waffen gefürchtete Krieger,
Künstler, aber auch Kaufleute, Seefahrer, Piraten und Kolonialherren.
Die Etrusker waren vom 11. bis zum 1. Jahrhundert v.Chr. im gesamten
Mittelmeerbecken für ihre viel bewunderte Kunst, Kultur, Religion und
Moral bekannt, die sie beinahe vollständig der römischen Kultur vererbt haben.
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Im 2. Stock des Saales Nr. 14 des Archäologischen Museums Ranuccio Bandinelli
ist der Kopf einer jungen Frau ausgestellt, deren Skelett gemeinsam mit anderen
sieben Skeletten in einem Grab in der Ortschaft 'Le Porciglia' gefunden wurde.
Die Skelette der acht Personen wurden paarweise aufgestellt, als ob es sich um enge Verwandte handele.
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Die junge Frau war ca. 28 Jahre alt und wurde Das Mädchen von Porciglia genannt.
An der Stelle des rechten Ohrläppchens steckt noch ein kleiner Ohrring im Schädel,
der durch die Verkalkung auf Grund der feuchten Umgebung erhalten geblieben ist.
Der Ohrring und das Alter der jungen Frau haben die Wissenschaftler neugierig auf ihr
Gesicht gemacht und so wurde an der Universität Pisa dank der modernen Technik ein Gipsabdruck
gemacht, mit dem das Gesicht des jungen Mädchens nachempfunden werden konnte.
Die Schönheit und der ernste Gesichtsausdruck, die 2.500 Jahre nach ihrem Tod wieder
ans Tageslicht gekommen sind, erinnern an die typischen Gesichtszüge der toskanischen
Bevölkerung, die direkten Nachfolger des jungen Mädchens.
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"Das Leben ist wie eine Komödie: die Länge spielt keine Rolle, auf die Darbietung kommt es an."
Seneca, Philosoph (5 v.Chr.. - 65 n.Chr.)
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